Buga 2021: Aufsichtsrat genehmigt Planungen für BUGA-Seilbahn

Auf seiner Sitzung am 5. September 2016 hat der Aufsichtsrat der BUGA gemeinnützige GmbH grünes Licht für weitere Planungen einer Seilbahnverbindung zwischen egapark und Petersberg gegeben. „Seit November 2015 haben wir uns mit verschiedenen Modellen beschäftigt, wie eine Seilbahn die Attraktivität der BUGA 2021 in Erfurt erhöhen kann“, sagt BUGA-Chefin Kathrin Weiß. „Dabei spielt auch […]

Auf seiner Sitzung am 5. September 2016 hat der Aufsichtsrat der BUGA gemeinnützige GmbH grünes Licht für weitere Planungen einer Seilbahnverbindung zwischen egapark und Petersberg gegeben.
„Seit November 2015 haben wir uns mit verschiedenen Modellen beschäftigt, wie eine Seilbahn die Attraktivität der BUGA 2021 in Erfurt erhöhen kann“, sagt BUGA-Chefin Kathrin Weiß. „Dabei spielt auch der Kostenaspekt eine tragende Rolle.“ Um die (noch nicht genau zu bestimmenden) Kosten zu minimieren, wurde eine ungewöhnliche Idee geboren: „Wir können uns vorstellen, die Seilbahn mit den BUGA-Städten Heilbronn und Mannheim zu teilen.“

Kathrin Weiß: „Gespräche mit den beiden BUGA-Verantwortlichen waren durchweg positiv, so könnte die Seilbahn 2019 in Heilbronn zum Einsatz kommen, 2021 bei uns in Erfurt und 2023 in Mannheim. Die Kosten könnten je anteilig verrechnet werden. Uns ist es wichtig, dass die Seilbahn ein realistisch geplantes Projekt wird, das für Erfurt keine zusätzlichen finanzielle Belastung bedeutet.“

So gibt es erste Gespräche mit einem Ingenieurbüro, das bereits diverse Projekte auch für Gartenschauen geplant hat. Alexander Hilge, Beigeordneter Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften: „Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass so ein Projekt nicht nur die Attraktivität einer Gartenschau erheblich erhöht, sondern die Verkehrsströme innerhalb der Stadt entlastet -auf eine unkonventionelle Art und noch dazu barrierearm.“

Das Projekt Seilbahn erfährt durch den Verein „Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021“ eine große Unterstützung. Dieter Bauhaus ist Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelthüringen und Vorsitzender des Vereins. Er sagt: „Eines ist sicher: Eine Seilbahn erhöht die Attraktivität der Bundesgartenschau in der Landeshaupt enorm. Sie schafft sowohl für Touristen als auch für Einheimische einmalige Eindrücke von einer herrlichen Stadt, die sie nie vergessen werden. Und deshalb haben wir dieses Projekt auf unsere Fahnen geschrieben.“

Manfred Ruge, stellvertretender Vorsitzender des Vereines: „Es wäre die Verwirklichung eines über Jahrzehnten gehegten Wunsches, die ega mit der Innenstadt zu verbinden. Die Erfurter werden dieses Erlebnis schätzen – nie wieder werden wir alle die Gelegenheit bekommen, entspannter zwischen egapark und Petersberg zu pendeln und unsere wunderschöne Stadt von oben genießen zu können.“

Hilge: „Wenn man weiter denkt, könnte die Seilbahn auch vor der eigentlichen BUGA 2021, zum Beispiel während des Weihnachtsmarktes, genutzt werden. Erfurt zur Weihnachtszeit hat einen besonderen Charme. Mit der Inbetriebnahme der Seilbahn kann man für die Bundesgartenschau werben und schon vorab Einnahmen erzielen.“

Zwei Trassen kämen in Frage. Die eine startet auf dem egapark unterhalb des Gartenbaumuseums, Zielort wäre die Bastion Kilian auf dem Petersberg. Die andere Trasse startet ebenfalls auf dem egapark unterhalb des Gartenbaumuseums; Zielort auf dem Petersberg liegt westlich der Bastion Kilian neben dem Umspannwerk.

Die maximale Trassenbreite liegt bei ca. 16,50 Meter, die Gesamtlänge bei 1,1 Kilometer. Sechs Stützen (Stützenhöhen zwischen 11 und 55 Meter) sind zwischen den beiden Stationen geplant, die maximale Reisehöhe liegt bei 50 Metern über Grund. Die maximale Fahrgeschwindigkeit beträgt fünf Meter pro Sekunde (gleich 18 km/h), die maximale Förderleistung pro Richtung und Stunde bei 2.400 Fahrgästen. 43 Kabinen wären möglich, zehn Personen kann eine Kabine aufnehmen. Die Fahrzeit beträgt 5,40 Minuten.

Kathrin Weiß: „Natürlich betrachten wir bei dem Projekt auch die Risiken. Die Erfurter müssen die Seilbahn wollen, die betroffenen Grundstückseigentümer müssen mit ins Boot geholt werden. Auch Denkmalpflege und Naturschutz haben ein wichtiges Wort mitzureden. Und es sollte sichergestellt werden, dass die Kosten nicht die Einnahmen übersteigen.“

Und so geht es jetzt weiter:
Bis zum zweiten Quartal 2017 erfolgen Absprachen zwischen den am Projekt beteiligten Ämtern und Behörden wie zum Beispiel Denkmalpflege, Naturschutz und dem Landesverwaltungsamt. Es werden erste Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt, der Baugrund muss untersucht werden. Vor- und Nachteile der beiden Trassenführungen müssen gegeneinander abgewogen werden, es muss eine Vorzugsvariante gefunden werden. Wirtschaftlichkeitsberechnungen sollen die Chancen und Risiken des Projektes herausarbeiten, damit der Aufsichtsrat nach (positiver) Prüfung im Juli 2017 grünes Licht für die Realisierung erteilen kann.

Kathrin Weiß: „Uns ist es wichtig, dass die Seilbahn nicht nur eine temporäre Attraktion für alle BUGA-Besucher wird, sondern auch den Erfurtern für die Zeit der Bundesgartenschau völlig neue Eindrücke unser schönen Stadt beschert.“

Quelle: www.buga2021.de

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